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Traumatherapie
Der bewußte Blick auf
die Stärken und Ressourcen einer betroffenen
Person ist hier genauso wichtig wie das durcharbeiten von erlebten schlimmen
Situationen. Je besser jemand in Kontakt mit seiner eigenen Kraft und
Stärke ist, um so leichter und rascher kann auch die Verarbeitung
von etwas traumatisch erlebtem gelingen. Trauma als Chance - eine sicherlich ungewohnte
Sichtweise…
ein paar persönliche Worte aus meiner Erfahrung zur Traumatherapie mit EFT... : Bedauerlicherweise wird in der Regenbogenpresse und von EFT-praktizierenden Laien diese für die Traumatherapie an sich hervorragend geeignete, sehr schonende Methode irreführend einfach in ihrer Anwendung dargestellt. Ich persönlich halte es aus meiner jahrelangen Erfahrung mit dieser Methode und schwer traumatisierten Menschen für riskant und verantwortungslos, mit den reinen EFT-Techniken ohne tieferes Hintergrundwissen mit traumatisierten Klienten zu arbeiten.
Dazu auch ein paar Gedanken von Peter Wilhelm Speckhahn,
Vorstand im EFT-Dach-Verband, in seinem Artikel vom Herbst 2008: Wozu Kenntnisse über Trauma-Reaktionen, ich kann doch EFT ? Die Forderung vieler erfahrener EFT-Therapeutinnen und Therapeuten nach traumatologischen Grundkenntnissen erscheint auf den ersten Blick kaum verständlich. Wird doch EFT in der einschlägigen Literatur oft als leicht erlernbare Technik angepriesen, um seelische und körperliche Probleme in kurzer Zeit und ohne Risiko zu lindern oder zu beheben. Nur - gerade weil EFT so schnell und so tief wirkt, kann jeder, der mit dieser Methode arbeitet , oft völlig unerwartet , auf eine schwere Traumareaktion (hier gemeint im klinischen Sinn, wie z.B. schwere Schock- und Panikzustände, Wegtreten aus dem Kontakt bis hin zu bewußtlosigkeits-artigen Zuständen, Schwindel- und Ohnmachtsgefühle, Übelkeit, Denk-, Sprach- und Erinnerungsstörungen, um nur ein paar Möglichkeiten davon aufzuzählen…) stoßen. Deshalb sollte jeder verantwortungsvolle EFT-Anwender die entsprechenden Risikogruppen dafür kennen und seine EFT Methoden bereits bei Verdacht auf diese entsprechend einstellen können. Hierzu ein Erlebnis aus meiner Zeit als EFT-Anfänger
vor ca. fünf Jahren. Wie wäre diese Behandlung abgelaufen ohne meinen therapeutischen Hintergrund und ohne meine vorherige Praxiserfahrung, die damals immerhin schon 8 Jahre zählte? Wie hätte ich die Situation gemeistert, wenn die Klientin nicht nur ihre massive Panik, sondern auch eine echte Trauma-Reaktion (im klinischen Sinn) gehabt hätte? Was, wenn sie den Kontakt während der Behandlung zu mir innerlich abgebrochen hätte oder im Schock halb oder gar ganz „weggetreten“ wäre, alles häufige traumatypische Symptome? Was hätte ich dann gemacht? Davon hatte ich damals keine Ahnung, auch mein Seminarleiter anscheinend nicht. Der wußte damals nämlich leider auch nichts dazu zu sagen, als ich ihm diese Frage, betroffen von meinem Erlebnis, im nächsten Ausbildungs-Kurs stellte. Ich wäre damals froh gewesen um einen Hinweis,
wie ich eine schwere Trauma-Reaktion denn von einer ganz „normalen“
Panikreaktion unterscheiden kann. Ich hätte mich viel sicherer gefühlt
mit speziell geeigneten Methoden für akute Trauma-Reaktionen in meinem
„EFT-Rucksack“. „Es gibt immer noch viel zu wenig GUTE Trauma-Therapeuten.
Diese werden oft händeringend von den Betroffenen gesucht! Ich habe
verzweifelte Anfragen von Klienten aus dem gesamten deutschsprachigen
Raum hier im Büro. Einige haben bereits mehrere gescheiterte Therapieversuche
hinter sich…bedauerlicherweise auch durch unsachgemäß
durchgeführte energetische Behandlungen…“ berichtet mir
Anja Corinna Straßner, erfahrene Traumatherapeutin und Heilpraktikerin
für Psychotherapie. Das Risiko einer Re-Traumatisierung durch eine
unsachgemäße EFT-Behandlung bei manchen Klientengruppen wird
hier leider immer wieder unterschätzt. Denn auch schwerwiegende Traumatisierungen können schnell und schonend mit speziell für den Einsatz in der Traumatherapie entwickelten EFT-Techniken tiefgehende Heilung erfahren. Peter Wilhelm Speckhahn, Vorstand im EFT-D.A.CH.-Verband, Oktober 2008
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